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BMW Z1: Die jüngste BMW Roadster-Legende
Als
die neugegründete BMW Technik GmbH 1987 auf der Internationalen
Automobilausstellung in Frankfurt einen Prototypen des BMW Z1 vorstellte, trat
sie ein schweres Erbe an: Automobilenthusiasten auf der ganzen Welt träumten
schließlich immer noch vom BMW 328 und vom BMW 507.
Der BMW 328 wurde vor dem II. Weltkrieg mit zahlreichen sportlichen Triumphen
zum Mythos, der BMW 507 setzte 1955 Maßstäbe beim Automobildesign. Doch der BMW
Z1 zeigte sich von seinen Ahnen unbeeindruckt und präsentierte sich
selbstbewusst als ein würdiger Nachfolger. Technisch und optisch setzte der neue
BMW Roadster Akzente: Zu den auffälligsten Merkmalen des BMW Z1 gehören die
versenkbaren Türen, die auch während der Fahrt geöffnet bleiben können. Auf den
ersten Blick nicht gleich zu erkennen waren andere technische Innovationen, wie
das vollverzinkte Chassis mit aufgeschraubter Kunststoff-Außenhaut. Fachpresse
und Autofans waren gleichermaßen begeistert. Die Zeitschrift „Auto, Motor und
Sport“ ließ sich gar zu einem Vergleich mit einem „vierrädrigen Motorrad“
hinreißen, „bei dem außergewöhnliche Emotion auf die Selbstverständlichkeit der
BMW Qualität baut“. Ein Autor des Magazins „Rallye Racing“ schrieb nach einer
Testfahrt begeistert über den BMW Z1: „Handlich wie ein Go-Kart, spontan am Gas,
wie auf Schienen um die Kurven – er passt dem Fahrer wie ein guter Turnschuh, da
kommt Freude auf!“
Priorität: Purer Fahrspaß
Wer
diese Freude selbst erleben wollte, musste sich ein wenig gedulden. Die
Wartelisten für den anfangs 83.000 Mark teuren BMW Z1 waren lang. 3.500
Vorbestellungen vor dem Verkaufsstart übertrafen alle Erwartungen. Auch danach
war die Nachfrage gleichbleibend hoch, weshalb BMW die tägliche Produktion
zeitweise verdoppelte. Mit einem solch überwältigenden Erfolg des BMW Z1 hatten
die Marketing-Strategen nicht gerechnet. Für den Luxus-Roadster hatte BMW
schließlich einen ausgesprochen exklusiven Käuferkreis im Visier. Gutsituierte
Selbstständige und Unternehmer für die der „pure Fahrspaß absolute Priorität hat“
waren die Zielgruppe des BMW Z1, wie es damals in einer Broschüre für Verkäufer
hieß. Da sich der BMW Z1 fast von selbst verkaufte, verzichtete BMW auf eine
groß angelegte Werbekampagne.
Ritterschlag zum Produktionsende
Bei der Entwicklung des BMW Z1 hatten sich Designer und Techniker am Leitmotiv „Freiheit
auf vier Rädern“ orientiert, wichtig war vor allem der Fahrspaß.
Die Zeitschrift „Rallye Racing“ brachte die Faszination des BMW Z1 so auf den
Punkt: „Er ist nicht geräumig und praktisch ist er auch nicht. Dazu ist er noch
unglaublich teuer… aber er macht Spaß!“ Und die „Süddeutsche Zeitung“ verglich
die Frage, ob man denn einen BMW Z1 benötige, mit der Frage, ob der Mensch
tatsächlich Champagner brauche. Von Juli 1988 bis Juni 1991 wurden insgesamt
8.000 BMW Z1 gebaut. Damit ging ein ebenso mutiges wie innovatives Stück
Automobilgeschichte zu Ende. Zum Abschluss der Produktion erhob die „Süddeutsche
Zeitung“ den BMW Z1 zur Legende und prophezeite: „So dürfte dem mittlerweile
legendären M1 eines Tages auch der Z1 als bestauntes Objekt in Museen und bei
Auto-Treffen folgen.“
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